Tech: Eine Reise in ein Autonomes Smart Home

Tech: Eine Reise in ein Autonomes Smart Home

Smart Homes sind inzwischen nichts Besonderes mehr – jede zweite Steckdose kann per App gesteuert werden, jede zweite Glühbirne hat ein WiFi-Modul, und selbst der Toaster könnte vermutlich Tweets schreiben. Aber mir reicht das nicht. Ich will nicht nur ein Smart Home, sondern ein autonomes, KI-gestütztes System, das mehr kann als simple Schaltvorgänge.

Der Kern meines Projekts heißt ESPER – ein ausgemustertes Fujitsu Lifebook E754, das ich auf einen i7-4710MQ mit 16GB RAM hochgerüstet habe. Als Betriebssystem läuft darauf eine vollständige Installation von HAssOS, die Smart-Home-Zentrale für alles, was in meiner Wohnung passiert. Doch ESPER soll mehr sein als nur eine Automatisierungsplattform – er soll mich (und meine Gäste) aktiv begleiten und auch eigenständig Konversationen starten können.

Das Ziel: ESPER wird über eine Verbindung zu TOXIN, meinem AI-gestützten Rechenzentrum (sprich: leistungsstarker PC mit geplanter dedizierter GPU für LLMs), mit einem interaktiven Avatar versehen. Dabei kommt mein VTuber-Model KatieAI zum Einsatz, kombiniert mit Bark.ai für die Sprachsynthese. Das Ergebnis? Mein Zuhause soll mit mir sprechen, mich über aktuelle Ereignisse informieren und vielleicht auch mal höflich vorschlagen, dass ich nicht um 4 Uhr morgens über neue Hardware nachdenken sollte.

Wer glaubt, dass es hier nur um ein paar smarte Lampen geht, unterschätzt mein Faible für technische Overkill-Lösungen. Mein aktuelles Setup besteht aus:

Smart-Home-Kern:

  • Fujitsu Lifebook E754 („ESPER“) mit i7-4710MQ, 16GB RAM und HAssOS
  • Sonoff Zigbee 3.0+ Stick als Zigbee-Koordinator
  • TOXIN (mein zukünftiger AI-Host für KatieAI und Bark.ai, 13700K, 64GB RAM, evtl. RTX 3090)

Sensorik & Automatisierung:

  • Mehrere Zigbee Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren zur Raumüberwachung
  • Ein Schneider-Elektronik Wandthermostat, das die Heizung regelt
  • Eine Tuya-WiFi-Heizung, weil ich Heizen ohne Cloud-Sorgen wollte (Stichwort: LocalTuya)

Beleuchtung & Steuerung:

  • 5 Tuya-WiFi-Lampen, die über lokale Steuerung und Szenen eingebunden sind
  • Steuerung über ESPHome & Home Assistant Automationen

Energieautarkie & Solar-Integration:

  • Hoymiles DTU zur Überwachung der Solaranlage
  • 300W-Wechselrichter mit 400W Solarpaneelen, um zumindest einen Teil meines Stromverbrauchs zu decken

Audio & Multimedia:

  • Multi-Raum-Sonos-Lautsprecher für Durchsagen, Musik und Interaktion mit ESPER
  • Überwachungskameras, die ins System integriert sind

Klimatisierung & Komfort:

  • Neben der Tuya-Heizung sorgen ein Mi Smart Fan und ein KOENIC Luftreiniger für optimales Raumklima

Energiemanagement & Küche:

  • Shelly Plugs in der gesamten Wohnung messen den Stromverbrauch einzelner Geräte
  • Eine smarte Heißluftfritteuse – weil intelligentes Essen auch ein Thema ist

Natürlich endet das Projekt nicht hier – mit jedem neuen Bauteil entstehen neue Ideen.

  1. Automatisierte Rollos: Ich habe bereits einen Sonnensensor eingebunden. Damit wäre die nächste logische Konsequenz, dass meine Rollos automatisch auf Licht- und Temperaturverhältnisse reagieren.
  2. Batteriespeicher: Meine Solaranlage ist nett, aber ohne Stromspeicherung bleibt das Potenzial begrenzt. Eine Powerstation zur Speicherung von Solarenergie könnte helfen, den Eigenverbrauch zu maximieren.
  3. Erweiterte Sprachsteuerung: ESPER soll nicht nur Gespräche führen, sondern sich noch besser in meine Routinen integrieren – etwa als aktiver Begleiter, der auf meine Gewohnheiten reagiert.
  4. Präsenzsensoren und Ausgemusterte Tablets: Damit KatieAI auch in verschiedenen Räumen Anwesend sein kann, muss sie natürlich entsprechende Display-Möglichkeiten haben. Dafur bekommt sie Presence Sensors und je Raum Tablets (außer Badezimmer, auf denen sie dann mit einem Sensor-Tag erscheinen kann.

Das ist erst der Anfang – wer dabei bleiben will, kann sich auf technische Details, Bugs, Workarounds und (hoffentlich) Erfolgsmeldungen freuen. Willkommen in meinem Experiment mit ESPER, TOXIN und der Zukunft des wirklich autonomen Smart Homes.

Mit diesem Setup kann ich nicht nur meine Wohnung effizient automatisieren, sondern auch eine Basis für ein wirklich interaktives KI-gestütztes System schaffen.

Theorie und Hardware sind das eine – die Herausforderung liegt jetzt in der Implementierung. Der Plan für die nächsten Wochen sieht folgendermaßen aus:

  1. TOXIN als LLM-Host aufsetzen: Mein AI-Rechner soll das Sprachmodell hosten und mit ESPER kommunizieren.
  2. KatieAI als Avatar einbinden: Damit die Sprachinteraktion nicht nur über Lautsprecher läuft, sondern auch visuell dargestellt wird.
  3. Automatisierte Gesprächsführung testen: ESPER soll nicht nur auf Kommandos reagieren, sondern selbstständig relevante Gespräche starten.

Mit anderen Worten: In nicht allzu ferner Zukunft könnte mein Smart Home in Diskussionen mit mir verwickelt sein, ob es wirklich notwendig ist, nachts um 3 Uhr noch was zu essen.

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