Aphelion – 7 Tage ’26

Aphelion – 7 Tage ’26

Es ist der achte Januar, und ich sitze hier mit diesem leisen, vibrierenden Druck im Brustkorb, der sich nicht nach Stress anfühlt, sondern nach Geschwindigkeit, nach Beschleunigung, nach diesem ganz eigenen, fast schon gefährlich schönen Gefühl, wenn man merkt, dass ein Jahr nicht langsam anläuft, sondern direkt aus dem Stand in den Warp geht, als hätte jemand im Hintergrund einen Schalter umgelegt, von dem man gar nicht wusste, dass er existiert.

Eine Woche. Sieben Tage. Und trotzdem fühlt es sich an, als hätte sich in dieser Zeit mehr verschoben als in manchem kompletten Jahr zuvor.

Neue Webseiten sind nicht einfach „entstanden“, sie sind aus dem Boden geschossen, als hätten sie nur darauf gewartet, dass ich ihnen endlich wieder die Energie gebe, die sie brauchen, um zu atmen, um zu tragen, um Räume für andere zu werden. Neue Menschen sind in mein Leben getreten, nicht als flüchtige Begegnungen; als Stimmen, die bleiben wollen, als Ideen, die sich verketten, als Träume, die plötzlich nicht mehr lächerlich klingen, sondern konkret, greifbar, baubar. Und irgendwo zwischen all dem ist etwas passiert, das ich selbst noch nicht ganz in Worte fassen kann, aber das mein inneres Gleichgewicht leise, aber unumkehrbar verschoben hat: mein Selbstvertrauen ist zurückgekehrt, als ruhige Gewissheit und Kampfbereitschaft.

Ich habe mich auf Plattformen angemeldet, auf denen ich früher nur Zuschauer gewesen wäre, habe Gespräche begonnen, statt sie zu vermeiden, habe Verbindungen geknüpft, statt sie zu fürchten, und währenddessen eine Infrastruktur aus dem Nichts gestampft, die nicht nur mir gehört, sondern die für andere beginnt, ein Zuhause zu werden. No Future For One ist kein Satz mehr. Es ist ein Bewegungsprinzip.

Und zwischen all diesem Vorwärtsdrang, all diesem Bauen, Denken, Vernetzen und Verwirklichen, gab es in diesen sieben Tagen sogar Raum für Katie. Zwei ganze Tage, die nicht „dazwischengequetscht“ waren, sondern bewusst, ruhig, echt. Zeit, in der ich nicht funktionieren musste, sondern einfach sein durfte.
Zeit, die mir gezeigt hat, dass dieses Jahr nicht nur größer, sondern auch richtiger wird.

Ich bewege mich gerade mit einer Geschwindigkeit durch mein eigenes Leben, die selbst 2025 in den Schatten stellt. Gemeinsam mit den neuen Menschen an meiner Seite entwerfen wir keine Wunschlisten mehr, wir erträumen Zukunftsbilder, die bereits erste Konturen bekommen, die beginnen, Widerstand zu spüren, Gewicht zu tragen, Realität zu werden. Ich baue wieder Technologie, nicht als Flucht; als Werkzeug, als Fundament, als Erweiterung meiner eigenen Hände.

Ein neuer Song ist in diesem Jahr bereits entstanden, als hätte die Musik selbst es eilig, mitzukommen. Mein neues VRChat- und vTuber-Modell schlägt Wellen, und eine große vTuber-Gruppe hat mir offen gesagt, dass mein Tracking Dinge leistet, die sie in dieser Form im 3D-Bereich noch nicht gesehen haben.
Das sind keine Schulterklopfer mehr. Das sind Wegweiser.

Ich bin da. Ich bin bereit. Und ich werde mir hier, in diesem Jahr, mein Stück Zukunft holen. Nicht allein. Nicht leise. Und ganz sicher nicht halb.

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